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                                                                                                                    19.07.09
Fragesteller: 
Durch  Salzzusätze in das Teichwasser wird auch der Leitwert erhöht. Kann man sagen, ab welchem Leitwert es schädlich wird für Teichbiologie und Fische?

Antwort: 
Werden dem Wasser Ionen aus Salzen, Basen oder Säuren zugefügt, dann steigt seine elektrische Leitfähigkeit.
Ein einfaches Leitwert-Messgerät kann uns nur die Summe aller Ionen aus diesen organischen und anorganischen Salzen der Wasserprobe anzeigen. Im wesentlichen liefert es also nur einen Summenparameter aus Karbonat-, NaCl-, CaCl-, MgCl-, Nitrat-, Nitrit-, Ammonium-, Phosphat-Werten, usw.  Mehr nicht!
Betrachtet man einzelne, wichtige Wasserwerte für sich, so z.B. den pH-Wert, kann man schon anhand einer Messung prüfen wie nah man dem für Koi kritischen Grenzwert ist. Die Angaben hierzu sind bekannt und klar definiert.

Der Leitwert im Außenteich unterliegt stärkeren, umweltbedingten Schwankungen und ein mangelhaft gepflegter Teich (ohne Salzzusatz) kann einen höheren Leitwert aufweisen als ein gepflegter Teich (mit einer Prise Meersalz).
Der einmal ermittelte, absolute Leitwert sagt demnach wenig aus. Nur durch die regelmäßige Erfassung vieler Daten (und das führen eines Teichtagebuchs) kann man hieraus ggf. verwertbare Informationen ableiten.
Nach einer gewissen Zeit lässt sich so möglicherweise erkennen ob und wann  man einen Wasserwechsel oder eine Filterreinigung vornehmen muss.
Wer die einzelnen Wasserparameter seines Teiches kennt und berücksichtigt, kann dann vielleicht unter Zugrundelegung  des gerade gemessenen Leitwertes auch eine Aussage über den Gesundheitszustand des Wasserkörpers treffen.
Ich werde mal ein Leitwert-Teichtagebuch eröffnen, um gezielt diesen Fragen nachzugehen.

Dem Leitwert habe ich bisher kaum Beachtung geschenkt. 
Nun bin ich doch `neugierig ionisiert`  :-)
Danke...  für den Anstoß!
 
                                                                                                                   17.06.09
Fragesteller:   
Welches Salz verwenden Sie?

Antwort:
Für Kurzzeit- und Tauchbäder verwende ich einfaches Kochsalz/Tafelsalz, mit oder ohne Jod-Zusatz. Es geht sehr schnell in Lösung und ist zur Bekämpfung von Parasiten bestens geeignet.
In den Teich, die Innenhälterung und das Aquarium gebe ich Meersalz. Das Grobkörnige (Bildmitte) löst sich nur langsam auf. Ich streue es daher gern auf Fadenlgen. Gibt´s in jedem Supermarkt. (ca. 1,90€ das Kilo)
Sehr gut löslich ist das synthetische Meersalz. Die Meerwasseraquaristiker verwenden es.
Gibt es im Fachhandel.  Ein 25 kg Eimerchen kostet bis zu 60€.
Bild unten. trace elements
Fragesteller:
Wie gebe ich das Salz in den Teich?  Muss ich das Salz zuvor auflösen?

Antwort:
Ich verteile es mit einer kleinen Schaufel, gleichmäßig über die Teichoberfläche, locker aus dem Handgelenk und mit etwas Abstand zu meinen Wasserpflanzen. Die Fische weichen der Salz-Wolke dann schon aus. Fadenalgen bekommen von mir immer eine Portion extra.
Zuvor auflösen?  Ich mache es nicht und wüßte auch nicht welchen Vorteil es mir bringen würde.



Fragesteller:
Wie messen Sie den Salzgehalt und die Leitfähigkeit?

Antwort:
Ich verwende ein Meßgerät von EXTECH. Hier den ExStick II.   (Guckst hier)
Es liefert mir ( sehr genau) auch den pH-Wert und die Temperatur.
Für `unsere` Zwecke vollkommen ausreichend.
Gibt´s im Tausch für €uro .... bei Conrad Electronic.
Fragen Sie mal ihren Koi-Händler. Er kann ihnen sicher noch ein paar andere Produkte nennen.

Fragesteller:
Habe gerade 25kg Meeressalz an meinen Teich ( neu u. ca.50m³) geschleppt. Ich glaube nun, dass ist doch sehr viel, oder?

Antwort:
Das täuscht.
Machen Sie es mal anders herum. Tragen Sie mal 5000 Eimer Wasser zum Teich. :-) 


Fragesteller:    
.. habe Ihre Seiten über das Thema Salz mit Interesse gelesen, aber konnte kein Hinweis entnehmen, wohin das Altwasser (Teilwasserwechsel) entsorgt wird. Garten oder Kanalisation?

Antwort:  ( Nun bin ich kein Biologe und meine Daumen wollen auch nicht richtig `grün` werden, aber ich riskiere dennoch eine Antwort )
Das `alte` Teichwasser, mit einem geringen Meersalzgehalt,  sollten Sie nicht in die Kanalisation ableiten. Die Hauptnährelemente für das Pflanzenwachstum sind darin enthalten. Gerade die im Meersalz enthalten Mineralien/Spurenelemente werden auch von  Pflanzen gern angenommen.  Ein höherer Salzgehalt kann die Gartenpflanzen schädigen. Bezüglich der Einleitung in die Kanalisation wird ihnen ihr örtlicher Entsorger sicher Auskunft geben können.



Fragesteller:   Habe einen Koi betäubt um ihn in aller Ruhe untersuchen zu können. Kann ich ihn - in diesem Zustand- anschließend direkt in ein Salzbad geben?

Antwort: Nach einer Tauchbadnarkose (mit Ethylenglycolmonophenylether) habe ich das  schon einmal so gemacht( mit einem kräftigen Koi). Ich sehe wenigstens einen Vorteil darin, dass der `Patient` das Salzbad folglich verschläft.  Seine Empörung hierüber wird sich damit in Grenzen halten. Ein Stressor weniger. 
Werde dbzgl noch Expertenrat einholen und ggf. hier einstellen.

Fragesteller:  Gewöhnen sich die Parasiten nicht an einen leichten Salzgehalt im Wasser?

Antwort: Ja, das ist wohl möglich. Costia&Co lassen sich durch die `Prise Salz`  nicht abtöten. Sie gewöhnen sich dadurch aber gewiss nicht an die wesentlich stärkeren NaCl-Zusätze der Tauch - Kurzzeit- oder Langzeitbäder.
Fragesteller: Wird das Salz im Teich vielleicht aufgebraucht? Wie bekomme ich es wieder heraus.

Antwort: Nur durch einen Wasseraustausch.

Fragesteller: Ist das starke Kurz- bzw. Tauchbad  verträglicher für den Fisch, wenn ich die Salzkonzentration im Bad langsam erhöhe?

Antwort: Das mag wohl so sein. Leider erreicht man dadurch aber das angestrebte Ziel ggf. auch nicht. Experten empfehlen die WIRKZEIT-DOSIS möglichst einzuhalten.





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