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Das Letzte 26.05.10
   
 


Koi-Hobbyisten können mit dem Begriff UV-C etwas anfangen. Im Internet, den Koi-Foren, Fachzeitschriften und Magazinen wird dieses Thema schon seit geraumer Zeit behandelt. Ich denke, wir alle haben uns damit wohl schon mehr oder weniger befasst.
Auf der Suche nach einem für meine Bedürfnisse geeignetem UV-C Gerät, bin ich vor wenigen Jahren auf einen Tauchstrahler gestoßen.

Ich möchte ihnen nur kurz zeigen wie ich damit umgehe und wie und wo ich diesen einsetze. Hier mal ein Foto von dem Teil.

Während der Teichsaison platziere ich den Strahler in der Vorfilterung meiner Außenanlage. (Siehe auch Seite 8 unten) In einem Versuch hatte ich das Gerät anfänglich auch in der letzten Kammer, der Pumpenkammer. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich, dass die in der Vorfilterung gefangenen Algen, insbesondere Fadenalgen, sich in bester Kondition und Farbe im Vorfilter und zum Teil noch in den Biokammern versammelten. 
Schnell war mir klar, dass der Tauchstrahler demnach – zu mindest in meiner Außenanlage - an die vorderste Front gehört. Das UV-C Licht verwandelte mir dort all die kleinen Organismen in einen olivgrünen bis braunen zähen Brei. Dieser lässt sich leichter ausspülen.
Ich meine, dass UV-C Geräte aus diesem Grund vielleicht besser vor den Bio-Filtern zum Einsatz gebracht werden sollten. Unsere geliebten Destruenten (die Bakterien) in den Biostufen warten auf genau dieses abgestorbene Biomaterial. An die intakten, noch lebenden Organismen oder gar Fadenalgen kommen die nicht so schnell heran. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir diesbezüglich eine Nachricht über ihre eigenen Beobachtungen zukommen lassen.

Der Tauchstrahler lässt sich auf einfachem Wege immer genau dort einsetzen, wo ich ihn benötige. In den Wintermonaten folgt er dann den Fischen in meine Innenhälterung. Im nächsten Bild sehen sie den gleichen Strahler, wie ich ihn genau dort einsetze.
 

Weil ich es bisher nicht anders einrichten konnte, ( in der Vorfilterung habe ich keinen Platz) befindet sich das Gerät hier in der letzten Kammer. In einer relativ kleinen Innenhälterung  gibt es andere Aufgabenstellungen. Algen sind dort nun wirklich kein Problem. Wenn ein kleinerer Wasserkörper die gleiche Anzahl von Fischen aufnehmen muss, erscheint es mir viel wichtiger, vorrangig den Keimdruck zu reduzieren.

Wenn ich den Strahler in der IH für eine längere Zeit ausgeschaltet habe, registriere ich u.a. eine deutliche Gelb-braunfärbung des Wassers.
Vor kurzem erkannte ich so, dass auch die für die Entfärbung  erforderliche  Strahlungs-intensität nach etwa 13000 Std. (meist im Dauerbetrieb) nicht mehr vorhanden war.
Nebenbei bemerkt: Was da so schön leuchtet, ist nicht die UV-C Strahlung. Die Strahlung, auf die es uns hier ankommt, ist für unsereins nicht sichtbar. Spüren kann man sie hingegen schon. Zumindest dann, wenn man die Warnhinweise nicht beachtet hat und die Augen auch nur für kurze Zeit der Strahlung ausgesetzt waren. Nach einigen Stunden spürt man die Folgen. Die andauernden Schmerzen sollen unerträglich sein. So als hätte man Quarzsand unter den Liedern. Also Vorsicht mit den Augen - die wachsen nicht nach.
Um ihnen zeigen zu können, dass die Strahlung sogar Kunststoffe angreift, hab ich dieses Foto eingebaut.
Das man mit starken UV-C Strahlern das Leben im und um den Teich herum beeinflussen kann steht für mich außer Frage. Nur was will man damit erreichen. Ist es wirklich notwendig unsere Fischle in glasklarem, möglichst keimarmen Wasser zu halten? Was denken Sie?
Zukünftig möchte ich das Gerät immer nur dann einsetzen, wenn es die Situation erfordert. Im täglichen 24 Std Dauerbetrieb vielleicht nur in den ersten Wochen des Frühjahres und später dann nur für einige Stunden am Tag.    Mal schauen.

Entscheidend war für mich die Frage, ob und wie mein Strahler häufigere Schaltzeiten wegsteckt. Es liegt nahe, dass ich mich mit dieser Fragestellung direkt an den Hersteller gewandt habe.

Die ungefilterte Antwort aus dem Hause SterilAir sehen Sie hier.

Sehr geehrter Herr Hinrichs,

vielen Dank für Ihre Mail. Erst einmal freut es uns natürlich immer wieder, von dem erfolgreichen Einsatz der Geräte zu hören.

Wie Sie ja wahrscheinlich schon wissen, geben wir die Lebensdauer unserer UVC-Röhren mit 12.000 Std. bei einer Restleistung von 70% an. D.h. die UVC-Leistung sollte unter normalen Einsatzbedingungen am Ende der Lebensdauer lediglich um 30% abgenommen haben. Oft liegt hier jedoch ein kritischer Wert, der sich in sichtbar verminderter Wirkung zeigt. Wir kalkulieren nun für jede erfolgte Zündung eine Abnahme der Lebensdauer um 1 Stunde. Sowohl Vorschaltelektronik als auch die Röhren sind auf über 7000 Zündungen getestet.

Fazit: Wir haben mit dem Einsatz einer 36 Watt-Röhre sehr gute Praxiserfahrungen bis zu einer Teichgröße von 50 - 60m³ machen können. Die Wirkung ist jedoch extrem durch von uns nicht kalkulierbare Variablen (UVC-Transparenz des Wassers, Wassertemperatur, Art und Anzahl von Keimen, Art und Dichte der Algen, Laubeinfall, Beschattung, Installationsort und Umspülsituation, etc.) beeinflusst. Wir können also nur jedem dazu raten, die Wirkung zu beobachten und die Geräte nach Bedarf zu betreiben. Das Abschalten für Tage, Wochen oder sogar Monate ist für das Gerät völlig unproblematisch und sicherlich auch unter dem Aspekt der Energiekosteneinsparung anzuraten. Die Verringerung der Lebensdauer der Röhre ist hier eine zu vernachlässigende Größe.

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit den Angaben weiterhelfen konnte. Sofern Sie einen Besuch auf der Interkoi planen, würde ich mich freuen, Sie persönlich kennen zu lernen.

Mit freundlichen Grüßen / Best regards

Rainer OrbachGeschäftsleitung

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Ich werde die IK  in diesem Jahr sicherlich besuchen und freue mich auch schon.
Als eines der nächsten Themen werde ich hier über die Messe berichten.