Die Filteranlage meiner Innenhälterung und etwas zu Raschelsäcken und ...Carla
Im Grunde genommen spielt es keine Rolle für welche Filteranlage, oder für welches Filtermedium man sich entscheidet. Wichtig ist, dass das Resultat einwandfrei passt - und dass auch das System `Mensch -Technik` funktioniert. Die Anlage muss fehlerfrei laufen und auch zu seinem Betreiber passen. Unser Hobby ist immer mit einer gewissen Aufbietung von Zeit, Arbeit und auch Geld verbunden. Man soll sich das daher vorher gut überlegen.
Ich denke mein System passt zu mir. Ich zeige es ihnen hier gern. Wenn Sie wollen?
Den äußeren Rahmen bilden drei einfache Kunstoffbehälter mit einem Fassungsvermögen von zusammen 800 Litern (Brutto). Den 90mm Wasser-Zulauf, vom Koi-Becken in den unteren Bereich des Vorfilters, kann ich mit einem Kugelhahn absperren. Im Vorfilter sind derzeit noch 26 Filterbürsten, eng beieinander eingestellt. Der Wasserstrom geht in der ersten Kammer, der Vorkammer, in die Breite und wird dadurch stark herabgesetzt.
Schon die Bürsten, an vorderster Front, fangen die ungelösten Schmutzpartikel so schonend und sicher auf. Das es hierbei zu einem Wasserstau oder gar einem Verschluss innerhalb der Vorfilterung kommen kann, habe ich nie beobachtet und halte ich auch nicht für möglich.
hier die Vorkammer mit Filterbürsten
hier links: Bio-Kammer (und die Carla) rechts: Endstufe mit UVC, Pumpe
Dann geht es weiter, nun oben hinein in die Biokammer. Doch zunächst muss das Wasser durch die Carla. Carla hält die restlichen, ungelösten Verunreinigungen zurück. Hier zeigt sich dann auch jedes Mal, wie gut die Vorabscheidung durch die Bürstenkammer war. Erst nach etwa einer Woche muss ich die Strumpfhose ersetzen.
Ich sehe es ihr dann an.
In der Biokammer geht der Wasserstrom nun von oben durch/vorbei an verschiedenen Kunststoff – Filtermaterialien. Wenige Liter Kaldness, einige Liter Filterwatte, ca. 60 Liter Kunststoffspäne(Drehspan) und viele Raschelsäckel (im restlichen Deutschland sind das eher Kartoffel- oder Gemüsesäcke). Letztere habe ich seit dem Frühjahr 07 mit sehr viel Erfolg im `missbräuchlichen` Einsatz. Wie ich das gemacht habe zeige ich im Anschluss. Alle Materialien ruhen wiederum in eigenen Filtersäcken. Da bewegt sich erst einmal nichts. Auf dem Grund der Biokammer sind einige Luftausströmer, welche die Destruenten mit reichlich Sauerstoff versorgen und das Wasser zum brodeln anregen.
In der letzten Kammer - unten geht’s seitlich hinein - befindet sich die Pumpe (10000ltr/h), ein UVC-Tauchstrahler und auch noch mal zwei Luftausströmer. Ja, soviel zu dem Filter meiner Innenhälterung.
Am Ende habe ich zwei regelbare 50mm Zuläufe installiert. Der untere Zulauf mündet in der Nähe des Beckengrundes, gegenüber dem Auslauf. Der zweite Zulauf führt zu einem kleinen Indoor -Wasserfall. Dies ist ´ne Spielerei, die aber gut aussieht und das Wasser erhält noch eine kleine Erfrischung, Entspannung an der Luft, bevor es wieder zu den Fischen muss.
Raschelsäcke
Hier zeige ich noch kurz mein neues Filtermedium. Günstiger geht es nicht..... besser wohl auch nicht. Es bietet den Destruenten eine große Ansiedlungsfläche in stressfreier Umgebung, es ist leicht und gut zu reinigen. Die auf diesem dünnen/weichen Netzmaterial haftenden Rückstände lassen sich leicht ausspülen. Hierzu das Material einfach in eine Wanne, mit sauberem Teichwasser legen und leicht ausdrücken.
In jeden einzelnen Kunststoffsack mache ich einen lockeren Knoten. Nach 100 Wiederholungen erhalte ich so ca. 200 Liter Filtermaterial. Aufgeteilt in 5 bis 6 Säcken (Die Kosten liegen dafür unter 40€. Wichtiger ist aber, dass die Leistung stimmt.)